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Westernstiefel

Techniken in der Lederverarbeitung der Westernstiefel



Generell versteht man unter Westernstiefeln kantige Stiefel mit weitem Schaft und schrägem Absatz, die besonders durch ihre konische Spitze auffallen und oft aufwendig verziert sind. Sie sind aus Leder gemacht, wobei man zwischen Naturleder und Kunstleder unterscheidet.





Unter den Naturledern gibt es zum einen Nappaleder, ein Oberbegriff für besonders weiches Leder, zumeist vom Kalb oder Lamm, aber durch die fortgeschrittenen technologischen Möglichkeiten ist es heutzutage sogar möglich extrem hartes Schweinsleder zu Nappaleder zu verarbeiten.

Weiterhin gibt es Westernstiefel, bei denen auf das Leder Lack aufgespritzt wird, was allerdings die Atmungsfähigkeit des Leders stark vermindert.

Eine weitere Technik in der Lederverarbeitung der Westernstiefel ist das Pressen bzw. Bügeln des Leders, bei der das Leder durch hohen Druck und hohe Temperaturen zusammengepresst wird und somit eine sehr feste und sehr glatte Oberfläche entsteht. Zusätzlich kann das Leder gebürstet werden, wobei man meist vorher einen dunkleren Wachs aufträgt, der das Leder hinterher schattierter und glänzender wirken lassen soll.

Modische Westernstiefel werden auf der Grundlage von einer der vorher beschriebenen Lederarten gefertigt und es wird ein Oberflächeneffekt hinzugefügt. Beispiele hierfür sind Zebradesign, bemalte Leder, bestickte Leder, metallisierte Leder, Leder mit aufgeplüschten Fasern usw.

Kunstleder wird aus Textilgewebe gemacht, was mit einer PVC-Schicht überzogen wird. Die Nachteile der Westernstiefel aus Kunstleders sind, dass sie zum einen nicht vollkommen wie Echtlederstiefel aussehen und dass sie zum anderen meist schneller kaputt gehen als Stiefel aus echtem Leder.




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